Kinderpatenschaft bei Compassion

Verändere das Leben eines Kindes und du beginnst die Welt zu verändern

Mit unserem Beitrag sorgt Compassion dafür, dass ein Patenkind rundum versorgt wird.

Compassion engagiert sich seit 1952 für über 1,9 Millionen Kinder in 25 Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens. Patenschaften bilden dabei das Herz der Arbeit: Ein Pate, zum Beispiel aus Deutschland, ermöglicht mit einem monatlichen Beitrag, dass ein Kind in Thailand, Äthiopien oder Peru zur Schule gehen kann, medizinisch versorgt und umfassend in seiner Persönlichkeit gefördert wird. Jedes Kind besucht ein Kinderzentrum, das eigenverantwortlich von einer Kirchengemeinde geführt und dabei von Compassion unterstützt wird.

Compassion ist eine christliche Organisation. Durch die Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden vor Ort haben die Kinder die Möglichkeit, auch Jesus Christus kennen zu lernen, was ihr Leben nachhaltig verändern kann. Eine bestimmte Religionszugehörigkeit ist aber keine Voraussetzung für die Hilfe.

Compassion arbeitet nach hohen, international gültigen Standards und verpflichtet sich 80 Prozent der Spenden für das Wohl der Kinder (die sogenannte „Programmarbeit“) einzusetzen. 20 Prozent werden für Verwaltungs- und Werbeausgaben benötigt. Jährlich wird Compassion International von KPMG geprüft, einem der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Innerhalb von Compassion International werden regelmäßige Buchprüfungen und Überprüfungen der Arbeitsweisen durchgeführt.

Compassion Deutschland ist seit 2014 Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V., einem der größten Dachverbände spendensammelnder gemeinnütziger Organisationen in Deutschland.

Weitere Informationen über Compassion und wie auch Sie Pate werden können finden sie unter www.compassion.de.

 

 

Persönlicher Erfahrungsbericht von Rahel Dietz

Im Juni 2023 hatte ich die Gelegenheit, mein Patenkind von Compassion in Thailand zu besuchen. Seit ca. 4 Jahren unterstütze ich dieses nun 12-jährige Mädchen (Name: Kamon) mit einem monatlichen Betrag von 30€, damit sie in der Einrichtung von Compassion wohnen und leben kann. Wir schreiben uns ca. alle zwei Monate Briefe, um voneinander zu hören und in Kontakt zu stehen.

Zu Beginn der Reise wurde ich von der Betreuerin Gip und einem Fahrer (der, als er klein war, auch ein Patenkind war und jetzt auch mit einem ehemaligen Patenkind verheiratet ist) in Chiang Mai abgeholt und wir fuhren nach Omkoi, irgendwo im nirgendwo von Nordwestthailand. Dort übernachteten wir dann, bevor es am nächsten Morgen richtig los ging.

Wir fuhren als erstes zur Einrichtung von Compassion und lernten dort viele Kinder und Mitarbeiter kennen. Ich kann gar nicht beschreiben, in welch schlechtem Zustand die Straßen waren und ich wusste auch nicht, dass ein Auto so unglaublich steile Straßen hochfahren kann :-). Die Einrichtung befindet sich wirklich mitten im Nirgendwo in den Bergen von Thailand. Es gibt seit neustem Solarpanels und Wassertanks, die von Spenden finanziert wurden. Außerdem gibt es einen Fußballplatz, einige Tiere zur Selbstversorgung und Schlafsäle für die Kinder, die während der Schulzeit direkt in der Einrichtung leben (so auch mein Patenkind).

Zur Erklärung (und wenn ich es richtig verstanden habe): Die Einrichtung selbst gehört nicht Compassion, sondern wird von Compassion in Form von Spenden und Patenschaften unterstützt. Die Kinder gehen ganz normal zur Schule, aber leben teilweise in der Einrichtung oder sind ansonsten Samstags da. Außerdem haben nicht alle Kinder Paten von Compassion, sondern werden teilweise aus dem allgemeinen Spendentopf finanziert.

In der Einrichtung lernten die Kinder gerade englische Vokabeln oder malten. Geleitet wurde die Stunde von einer ehrenamtlichen Frau, die eigentlich im Businessumfeld tätig ist und extra einmal pro Monat mehrere Stunden angereist kommt, um die Stunde halten zu können. Die Mitarbeiter verrieten mir, dass ich die zweite Person sei, die jemals zu Besuch in die Einrichtung kam, was das Erlebnis nochmal besonderer machte.
Außerdem durfte ich einen Blick in die Akte von Kamon werfen, in der ich auch alle meine Briefe wiederfand, die ich ihr jemals geschickt habe.

Man merkt also: Die Hilfe kommt wirklich genau da an, wo sie gebraucht wird und das Prinzip der 1:1 Patenschaft sind nicht nur leere Worte!

Danach fuhren wir zusammen mit zwei Mitarbeitern der Einrichtung zu einer Kirche, die sich in der Nähe von Kamons „Dorf“ befindet. Dort lernten wir auch den Pastor kennen und er erzählte uns, dass bis zu 150 Leute in einen Gottesdienst kommen, was unvorstellbar ist, wenn man sieht, wie weit die Distanzen sind und wie wenige Häuser es dort überhaupt gibt.

 Anschließend fuhren wir zu Kamons Haus, der Pastor und noch ein weiteres Mitglied der Kirche schlossen sich uns an. Kamons Familie lebt in einem einfachen Holzhaus auf Stelzen, das nur aus einem einzigen Raum besteht. Zuhause warteten jedoch nicht nur mein Patenkind, ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder auf uns, sondern noch viele Tanten, Cousinen, Cousins und die Oma. Wir waren also insgesamt fast 20 Leute, die es sich dann auf der Veranda bequem gemacht haben. Es war ein überwältigendes Gefühl, dass all diese Menschen nur meinetwegen gekommen waren und es war total verrückt, wie wohl und willkommen man sich ganz alleine am anderen Ende der Welt fühlen kann.

Alle freuten sich sehr mich zu sehen und Gip übersetzte fleißig. Wir unterhielten uns über alle möglichen Themen und auch mir wurden viele Fragen gestellt. Außerdem zeigte ich Fotos von meiner Familie, die sich alle ganz gespannt anschauten. Danach wurde von der Familie ein selbstgekochtes Mittagessen serviert (ich habe zum ersten Mal Frosch gegessen) und ich überreichte Kamon mein Geschenk, was ich mit Gip am Tag davor besorgt hatte: eine bunte Mischung aus Hygieneartikeln, Waschmittel, Essen und Spielzeug. Auch Kamon wollte mir dann unbedingt ein Geschenk übergeben: ganz viele traditionelle Oberteile, Röcke und Taschen, alle selbstgemacht von der Mama. Sogar an meine Familie wurde gedacht, denn ich habe auch ein Oberteil mitgegeben bekommen, was ich meiner Mama mitbringen soll :-). Ich freute mich sehr darüber, da ein Oberteil anscheinend 5 Tage in der Herstellung benötigt. Zum Schluss beteten noch alle gemeinsam für mich und teilten mir ihre Gebetsanliegen mit, bevor ich mit Gip und dem Fahrer wieder fünf Stunden nach Chiang Mai zurückfuhr.

Es war auf jeden Fall eine ganz ganz besondere Erfahrung und super surreal und atemberaubend, Kamon, ihre Familie und ihr Umfeld jetzt wirklich live und in Farbe kennenlernen zu können und von allen so herzlich aufgenommen zu werden.

Also meine lieben Leser, falls euch das jetzt vielleicht inspiriert hat, will ich euch dazu ermutigen, vielleicht auch über eine Patenschaft bei Compassion oder eine anderweitige Spende nachzudenken. 30€ gebe ich genauso auch beim Essen gehen aus und die meisten von uns haben dieses Geld sicher über. Außerdem ermögliche ich so einem Kind einen sicheren Schlafplatz, Essen, Freunde und Bildung, sodass es vielleicht irgendwann eine etwas größere Perspektive hat als seine Eltern.

 

Wir haben es so gut, lasst uns auch mal etwas zurückgeben!
Danke fürs Lesen und gerne auch Teilen.

Compassion Kinderpate werden